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Ein Leben in und für Afrika (Bezirksapostel Michael Deppner)

 

Irgendwo zwischen Albert Schweitzer und Indiana Jones lässt sich sein Naturell verorten: Am Sonntag geht Bezirksapostel Michael Deppner (DR Kongo West) in den Ruhestand – eine Skizze.

Die gläserne Schiebetür öffnet sich. Ein Mann zerrt einen Karton von Kubikmeter-Ausmaßen ins elegante Hotelfoyer. „Wenn ich das als Zusatzgepäck mitnehme, kostet es weniger, als wenn ich das importiere“, erklärt er in den Raum hinein. Sagt’s und ruckelt den Karton in den Aufzug.

Es ist kurz vor Pfingsten 2013. Im Karton ist eine Bodenpoliermaschine für die Gemeinde Limete in Kinshasa. Und die Situation ist typisch Deppner: Er packt’s an und ist sich dabei für nichts zu fein. 

Als Student nach Afrika 

Michael David Deppner wird im Februar 1961 in Hamilton (Kanada) geboren. „Seit ich denken kann, wurden die Gottesdienste bei uns zuhause gefeiert“, erzählt er. „Und so haben meine Eltern mir den Wunsch ins Herz gepflanzt, dem himmlischen Vater zu dienen.“

1980 siedeln seine Eltern – Vater Edward wird Pionier der Kirche in 24 Ländern – von Kanada nach Kinshasa um. Im Jahr drauf will Sohnemann Michael eigentlich nur über den Sommer zu Besuch kommen und an einem Kirchengebäude mitbauen. Doch er findet im Nachbarland Burundi eine gute Gelegenheit zum Medizinstudium.

Als Arzt in Flüchtlingslagern

Die Ausbildung führt Michael Deppner noch nach Belgien und Kanada. Doch seinen ersten Job – bei einem HIV-Projekt der kanadischen Regierung – tritt er in der Zentralafrikanischen Republik an. Mitte der 1990-er Jahre eskaliert der Bürgerkrieg in Ruanda zum Völkermord, Hunderttausende fliehen in den Kongo. Da geht der Arzt als Freiwilliger in die Flüchtlingslager.

Sechs Monate später stellt ihn der UNHCR fest an, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen. Von Uganda im Osten bis nach Sierra Leone im Westen ist er in 20 Ländern im Einsatz. „Ich habe entsetzliche Dinge gesehen“, berichtet Michael Deppner. Etwa den Angriff auf 200.000 Flüchtlinge, die getöteten Patienten in Krankenhausbetten und die Leichen des Personals in den Latrinen. „Manchmal merkt man den Schock und die Gefahr gar nicht. Das kommt erst später.“

Als Seelsorger in Krisengebieten

„Unter diesen Verhältnissen konnte ich immer den Gotteskindern dienen und denen helfen, die sich mitten in den Krisen wiederfanden“, blickt der Seelsorger dankbar zurück. Auch wenn es nicht immer leicht ist: „Meinen bewegendsten Gottesdienst hielt ich 1997 in einem Flüchtlingslager. Es war Erntedank. Und es kamen viele Menschen, die alles verloren hatten. Die Hälfte ihrer Familien war tot, die anderen verschollen – und dennoch haben sie ihr Dankopfer gebracht. Die Herzenseinstellung dieser Menschen hat mich beschämt. Diesen Gottesdienst zu halten, war für mich Schwerstarbeit.“

Seine Ämter-Laufbahn zeichnet sein Wirken in Afrika nach: die Einsetzung als Unterdiakon 1976 noch in Kanada, zum Priester 1983 schon in Burundi, Bezirksevangelist 1992 in der Zentralafrikanischen Republik, Bezirksältester 1996 im Kongo und Bezirksapostelhelfer 2003 in Ruanda. Und 2010 ereilte ihn die Berufung zum Bezirksapostel für die neue Gebietskirche „Demokratische Republik Kongo West“.

Als Bezirksapostel auf Achse

Eine Mammutaufgabe in einem Gebiet mit ehemals 1,15, heute 1,37 Millionen Kirchenmitgliedern. Allein die Hauptstadt Kinshasa zählt rund 1700 Gemeinden. Wollte man jede besuchen, bräuchte man 16 Jahre. So fährt er ein, zwei Mal im Monat einfach drauf los und spricht Glaubensgeschwister auf dem Weg in ihre Gemeinde an und hält dann dort Gottesdienst.

Die meiste Zeit, zwei bis drei Wochen im Jahr, ist er allerdings im Landesinneren unterwegs und hält täglich mindestens zwei Gottesdienste. Überwiegend mit dem Auto, teilweise im Boot und nicht selten auf dem Motorrad. Dann kann einem schon mal auf einer einzigen Tour eine Ziege und ein Baumstumpf in die Quere kommen, was der Körper mit einem schwerverletzten Knie und drei gebrochen Rippen quittierte. „Wir hatten noch zehn Gottesdienste mit Versiegelung vor uns. Das war hart. Aber dank Gottes Hilfe haben wir es geschafft.“

Als Menschenfreund im Einsatz

Den Arbeitsbereich in die Eigenständigkeit geführt, den Bau eigener Kirchengebäude vorangetrieben, die – nicht nur musikalische – Bildung gefördert: Was Bezirksapostel Deppner geleistet hat, lässt sich schwer in Worte und schon gar nicht in Zahlen fassen. Was ihn dazu angetrieben hat allerdings schon: die Liebe zu den Menschen.

Das sieht man ihm an, wenn er von ihnen spricht: „Obwohl die Menschen sehr arm sind, haben die Kongolesen eine unglaublich positive Lebenseinstellung. Manchmal verströmen sie eine unerklärbare Freude.“

entnommen von nac.today: 8 07 2025 Author: Andreas Rother Link

18. Juli 2025

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