Stammapostel Jean-Luc Schneider führte am 29. Juni 2025 einen Gottesdienst in Regensburg in der RT-Halle durch. An diesem Tag ernannte er Apostel Martin Rheinberger zum Bezirksapostelhelfer.
Im Juni 2026 wird der designierte Nachfolger von Bezirksapostel und Kirchenpräsident Michael Ehrich sein Amt antreten – mit dem Ruhestand des Bezirksapostels beginnt für ihn eine neue Aufgabe.
Lasst uns ein gutes Werkzeug sein
Bei der Ernennung zum Bezirksapostelhelfer gab der Stammapostel Apostel Rheinberger einen klaren Auftrag mit auf den Weg: „Schau, was gewünscht ist. Finde heraus, was machbar ist – was notwendig ist. Und dann mach es.“
Er erinnerte sich an seine eigene Ernennung und daran, dass man ihn damals nach seinem Plan für die Zukunft fragte. Seine Antwort: Einen eigenen Plan brauche es nicht: „Wir haben keinen Plan, der Plan ist bei Gott. Wir sind nur Werkzeuge und zu gegebener Zeit machen wir, was er uns sagt.“ Die Arbeit der Amtsträger bestehe nur darin, ein gutes Werkzeug zu sein.
Gott liebt dich. Heute.
Für die Predigt verwendete der Stammapostel ein Wort aus Lukas 15,5-6: „Und wenn er’s gefunden hat, so legt er sich‘s auf die Schultern voller Freude. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.“
Das Wort stammt aus dem Gleichnis des verlorenen Schafs. Der Stammapostel führte aus, dass dieses Gleichnis eine ganz persönliche Botschaft beinhalte: Jesus gebe sich nicht damit zufrieden 99 Schafe zu haben. Er gehe jedem einzelnen, verirrten Schaf nach. Und sage diesem: „Ich liebe dich, wie du bist. Ich werde immer eine Gelegenheit schaffen, damit du zu mir kommen kannst.“ Um diese Gelegenheit wahrzunehmen müsse man allerdings Buße tun – also erkennen, dass man selbst eines dieser verirrten Schafe sei.
Buße ist nicht gleich Bußgeldbescheid
Stammapostelhelfer Helge Mutschler griff den Begriff „Buße“ auf, der in der deutschen Sprache oft negativ besetzt ist. „Buße klingt nach Strafe – nach Bußgeldbescheid“, sagte er. Es bedeute aber einfach nur: Umkehren und nach Hause gehen. Und wenn einem die Kraft zum Gehen fehle, dann solle man sich vom guten Hirten, Jesus Christus, aufheben und zurücktragen lassen.
Apostel Ralf Vicariesmann (NAK Nord- und Ostdeutschland) stellte die Frage in den Raum, was das verirrte Schaf auf den Schultern des Hirten wohl gesagt haben könnte, wenn es sprechen könnte. Und verwies dann auf den Psalm 23, der Herr ist mein Hirte. Im letzten Absatz des Psalms werde ganz klar: „Jesus Christus, ist bei dir: Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang – so endet dieser Psalm.“
Der Kirchenbezirk Ingolstadt
Anlässlich des Besuchs des Stammapostels versammelte sich der gesamte Kirchenbezirk Ingolstadt in die RT-Halle in Regensburg. Der Stammapostel wurde begleitet von Stammapostelhelfer Helge Mutschler, Bezirksapostel Michael Ehrich, Apostel Gerd Kisselbach (NAK Westdeutschland), Apostel Ralf Vicariesmann (NAK Nord- und Ostdeutschland) sowie von allen süddeutschen Aposteln und Bischöfen.
Ein besonderes Willkommen bereiteten die Kinder mit einem Lied und selbst gestalteten T-Shirts. Für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes sorgten der Bezirkschor und das Bezirksorchester aus Ingolstadt.
Bericht auf "nak-sued.de"
Fotos: Andreas Selter, Lukas Nöding
Am 29. Juni 2025 ernennt Stammapostel J.-L. Schneider in Regensburg (Bayern) den Bezirksapostelhelfer M. Rheinberger (von "nak-sued.de")
29. Juni 2025
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